Box-Olympiasiegerin Imane Khelif steht vor ihrem Profidebüt. Die algerische Goldmedaillengewinnerin von Paris wird am 15. Dezember in der französischen Hauptstadt gegen Clarida Sarabia antreten. Das gab die 27-Jährige am Freitag bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit ihrem Trainer Kamel Abdesselam und Promoter Yacin Berrabah bekannt. Gekämpft wird im Super-Weltergewicht.
Für Khelif ist es der erste Auftritt im Ring seit ihrem viel diskutierten Olympiasieg im Weltergewicht im Sommer 2024. Khelif war während der Olympischen Spiele in Paris Mittelpunkt einer kontroversen und scharf geführten Debatte über Geschlecht und Teilnahmeberechtigung. Die als Frau geborene Algerierin war wiederholt fälschlicherweise als Transgender-Athletin bezeichnet worden. Nach eigenen Angaben besitzt sie das SRY-Gen. Dieses weist auf das Vorhandensein des Y-Chromosoms hin, das als Indikator für das männliche Geschlecht dient. "Die letzten Jahre waren ziemlich schwierig. Jetzt ist es an der Zeit, Profi zu werden, und ich werde alles geben", sagte Khelif, die eine Profilizenz des französischen Boxverbands besitzt: "Es ist schon über zwei Jahre her, seit ich das letzte Mal geboxt habe. Und ich habe es wirklich vermisst, im Ring zu stehen."
