Der TagBericht: Mehr als 1000 Klagen wegen möglicher Corona-Impfschäden offen
An deutschen Sozialgerichten sind nach Recherchen der "Zeit" aktuell mindestens 1159 Klagen wegen möglicher Corona-Impfschäden offen. Die meisten Klagen sind demnach im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen anhängig (260), gefolgt von Bayern (178) und Hessen (154). Die Kläger hatten laut dem "Zeit"-Bericht zuvor einen Antrag auf Anerkennung eines Impfschadens bei der zuständigen Behörde gestellt, waren aber im sogenannten Widerspruchsverfahren gescheitert. Weitere 579 solcher Widerspruchsverfahren sind demnach noch offen. Die Wochenzeitung hat Daten aus allen 16 Bundesländern abgefragt.
Insgesamt haben den "Zeit"-Recherchen zufolge 15.226 Menschen, die gegen das Coronavirus geimpft wurden, seit 2021 einen Antrag auf Anerkennung eines Impfschadens gestellt. Bislang wurden demnach nur 6,2 Prozent der Anträge anerkannt, wobei rund 2500 noch in Bearbeitung sind. Ein Impfschaden liegt laut Bundesgesundheitsministerium dann vor, wenn jemand durch eine Schutzimpfung eine Gesundheitsschädigung erleidet, die über übliche Impfreaktionen wie kurzzeitiges Fieber oder Schmerzen an der Einstichstelle hinausgeht.