ThüringenBetroffenheit in Thüringen über tödliche Schüsse in Krakau

Seit vielen Jahren pflegt Thüringen eine Partnerschaft mit der Woiwodschaft Kleinpolen - in deren Hauptstadt Krakau hat ein Mann am Samstag mehrere Menschen erschossen.
Erfurt (dpa/th) - Das Gewaltverbrechen mit mehreren Toten im polnischen Krakau hat auch in dessen deutscher Partnerregion Thüringen Entsetzen ausgelöst. Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) äußerte sich betroffen über die Tat. "Die schrecklichen Nachrichten aus Krakau erschüttern mich zutiefst", erklärte er. "Gerade in diesen schweren Stunden stehen wir fest an der Seite unserer polnischen Freunde." Thüringen und die polnische Woiwodschaft Kleinpolen (Małopolska), deren Zentrum Krakau ist, verbindet seit 1997 eine Regionalpartnerschaft.
Ein 24-jähriger Mann war am Samstag mit seinem Auto auf den belebten Marktplatz der südpolnischen Touristenmetropole Krakau gefahren und hatte wahllos auf Passanten geschossen. Dabei wurden nach offiziellen Angaben sechs Menschen getötet und 16 Menschen verletzt.
Im Haus des Todesschützen wurden zudem drei Tote gefunden, nach Polizeiangaben die Eltern und die Schwester des Mannes.
Voigt will Mitte November eine seit längerem geplante Reise nach Krakau antreten und den dortigen Regionalpolitikern persönlich sein Mitgefühl und die Anteilnahme der Menschen in Thüringen übermitteln.