Viele Fragen im Fall Sami A.Den Richtigen falsch abgeschobenDie Affäre um Sami A. löst zwischen Politik und Justiz eine Debatte über die Gewaltenteilung in Deutschland aus. Während der Druck auf die zuständigen Minister steigt, bleibt eine Rückkehr A.s ungewiss. n-tv.de klärt die wichtigsten Fragen.16.08.2018Von Juliane Kipper und Judith Görs
Der "Spurwechsel" ist richtigAsyl abgelehnt? Bleiben Sie trotzdem!Sie sprechen Deutsch, haben Jobs, sind integriert. Und werden doch abgeschoben. Natürlich brauchen fähige Menschen eine Chance, auch ohne Asyl. Kritik an dem Vorschlag kommt ausgerechnet von der CSU - blamabel.16.08.2018Ein Kommentar von Benjamin Konietzny
Sorge um GewaltenteilungRichter kritisieren Behörden im Fall Sami A.Im Fall des Islamisten Sami A. kollidierte die Politik mit dem Rechtsstaat. Die ranghöchste Richterin in Nordrhein-Westfalen sorgt sich nun um die Zusammenarbeit von Justiz und Behörden. Ob und wann der Tunesier wirklich zurückkommt, ist völlig offen.16.08.2018
Asylantrag abgelehntAfghane ist Behörde nicht schwul genug"Der Gang, das Gehabe und die Kleidung." Einer österreichischen Behörde ist einem Magazinbericht zufolge das Auftreten eines Afghanen nicht schwul genug, um dessen Asylantrag zu bewilligen. Die Entscheidung will der 18-Jährige nun anfechten.15.08.2018
Nach rechtswidriger AbschiebungGefährder Sami A. muss zurückgeholt werdenDer nach Tunesien abgeschobene Sami A. muss nach der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in Nordrhein Westfalen nach Deutschland zurückgeholt werden. Tunesien sieht jedoch nach dem Urteil keinen Handlungsbedarf.15.08.2018
Protestkundgebung in München46 Afghanen im Sammelflug abgeschobenAbschiebungen nach Afghanistan bringen abgelehnte Asylbewerber in ein Krisengebiet, sagen Kritiker der Praxis. Dennoch werden erneut 46 Afghanen nach Kabul ausgeflogen. Bayerns Innenminister verteidigt das Vorgehen, in München protestieren Hunderte dagegen.15.08.2018
Kritik von FlüchtlingshelfernErneut startet ein Abschiebeflug nach KabulIn Afghanistan breitet sich der Krieg mit radikalislamischen Gruppen weiter aus. Erst vergangene Woche starben bei einem Taliban-Angriff Hunderte Menschen. Dennoch soll erneut ein Abschiebeflug in das unsichere Land starten. Aktivisten kritisieren das scharf.14.08.2018
Kein Lebenszeichen aus ChinaUigure versehentlich abgeschobenBayerische Behörden schieben einen Asylbewerber rechtswidrig nach China ab, obwohl er noch ein laufendes Verfahren hat. Der Fall ist brisant, weil er Teil der uigurischen Minderheit ist. Diese wird in China verfolgt. Derzeit gibt es kein Lebenszeichen des Mannes. 06.08.2018
"Fax ist in der Nacht raus"Anwältin von Sami A. verlangt ZwangsgeldDer wohl rechtswidrig abgeschobene Sami A. ist weiterhin in Tunesien. Weil die Stadt Bochum ihn aber nicht bis zur gesetzten Frist zurückholt, pocht die Anwältin des Abgeschobenen nun auf das angedrohte Zwangsgeld. Die Stadt, sagt sie, muss 10.000 Euro bezahlen.01.08.2018
"Kein Ort für Kinder"Bayern führt Seehofers "Ankerzentren" einIn welche Richtung bewegt sich die deutsche Flüchtlingspolitik? In Bayern gehen pünktlich zum 1. August sieben sogenannte Ankerzentren in Betrieb. Unter Experten ist Sinn und Nutzen solcher Einrichtungen schwer umstritten.01.08.2018