Wirtschaft

Nasdaq legt zuKI-Werte erholen sich vom Kursgemetzel

06.11.2026, 23:22 Uhr
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Die Verluste für Trumps Republikaner hatten die Wall Street erschüttert. (Foto: AP Photo/Yuki Iwamura)

Der Preisrutsch bei KI-Werten ist beendet. Vor dem Wochenende nutzen Schnäppchenjäger ihre Chance und greifen unter anderem bei Chipherstellern zu. Für Erstaunen an der Wall Street sorgt der jüngste Arbeitsmarktbericht.

Nach den jüngsten Kursverlusten haben Schnäppchenjäger am Freitag an der Wall Street vor allem bei Technologieaktien zugegriffen. Während der technologielastige Nasdaq und der breit gefasste S&P 500 zulegten, gab der Leitindex Dow Jones nach. Der Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent tiefer bei 51.286 Punkten. Der S&P 500 rückte dagegen um 0,3 Prozent auf 7377 Zähler vor. Der Nasdaq gewann 1,1 Prozent auf 24.579 Punkte.

Auf der Kaufliste der Investoren standen insbesondere Papiere aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI), die am Vortag noch stark unter die Räder gekommen waren. Die Ergebnisse der US-Zwischenwahlen hatten in dieser Woche heftige Verkäufe bei KI-Werten ausgelöst. US-Präsident Donald Trump ist ein Förderer von KI, während viele US-Bürger dem Ausbau der Technologie skeptisch gegenüberstehen. Neben der Sorge um Arbeitsplätze ist es vor allem der Bau von wasser- und energiehungrigen Rechenzentren, der den Widerstand gegen KI wachsen lässt.

Den kräftigen Preisverfall der letzten Tage nutzten nun viele Händler zum Wiedereinstieg. Aktien von Halbleiterkonzernen erholten sich. Nvidia legten um 3,6 Prozent zu, Advanced Micro Devices um 9,9 und Intel um 7,4 Prozent. Tesla und SpaceX waren nach dem Kurssturz vom Donnerstag ebenfalls wieder gefragt. "Wir glauben nach wie vor, dass KI das dominierende Thema in diesem Bullenmarkt ist", sagte Keith Lerner, Anlagechef bei Truist Advisory Services. Der jüngste Ausverkauf biete vielen Anlegern wahrscheinlich eine längerfristige Kaufgelegenheit.

Bei den Einzelwerten standen außerdem Atlassian und Airbnb im Fokus. Die Aktien des Softwareunternehmens Atlassian fielen nach der Vorlage von Zahlen zum ersten Quartal. Die Papiere der Ferienwohnungs-Plattform Airbnb legten dagegen um 11,4 Prozent zu, nachdem der Konzern seine Prognose für das Umsatzwachstum im Gesamtjahr 2026 angehoben hatte.

Für Gesprächsstoff sorgte ein überraschend starker US-Arbeitsmarktbericht. Im Oktober wurden mehr Stellen geschaffen als erwartet, die Arbeitslosenquote fiel auf 4,1 Prozent. Dies schürte Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung durch die US-Notenbank (Fed). Daten von LSEG zufolge veranschlagten Händler die Wahrscheinlichkeit eines Zinsschritts im Dezember nun auf 78 Prozent, nach zuvor 70 Prozent. "Das sind starke Zahlen", sagte Joe Saluzzi, Co-Leiter des Aktienhandels bei Themis Trading. Er äußerte jedoch Zweifel, ob die Fed die Zinsen angesichts unruhiger Märkte anheben wolle.

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Quelle: ntv.de, ino/rts

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