Der Börsen-TagDax verliert massiv
Das jüngste Tech-Beben an den Börsen in den USA und Asien hat auch die Anleger am deutschen Aktienmarkt in die Flucht geschlagen. Der Dax sackte um 1,9 Prozent oder rund 500 Zähler auf 25.820 Punkte ab, nachdem er am Donnerstag noch einen Rekordstand von 26.692,90 Zählern markiert hatte. Der EuroStoxx50 notierte 1,2 Prozent tiefer bei 6155 Stellen. Dazu stieg an der Frankfurter Börse nach den stärker als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktzahlen für Oktober die Befürchtung, dass die US-Notenbank Fed doch noch einmal in diesem Jahr an der Zinsschraube drehen wird, um die Inflation einzudämmen.
In den USA verdichten sich nach dem Erfolg der Demokraten bei den Zwischenwahlen die Anzeichen für eine stärkere Regulierung Künstlicher Intelligenz. Sobald die Partei ab Januar im neuen Kongress in beiden Kammern den Vorsitz übernimmt, plant sie nach Angaben von Parlamentsmitarbeitern eine Flut von Gesetzesentwürfen, die KI-Systeme und den Ausbau von Rechenzentren ins Visier nehmen. Präsident Donald Trump signalisierte umgehend Widerstand. Er unterstrich in einem Online-Beitrag, dass er zu "100 Prozent für Super-Intelligenz" sei.
Für Daimler Truck ging es nach Zahlen für das dritte Quartal um 3,4 Prozent nach unten. Deutlichere Anfangsverluste wurden zum Teil wieder aufgeholt. Daimler Truck habe ein starkes drittes Quartal abgeliefert, hieß es von MWB. Allerdings haben der Umsatzanstieg um 19 Prozent im Jahresvergleich auf 12,6 Milliarden Euro und der Anstieg des bereinigten Ebit um 73 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro unter den Erwartungen der Analysten gelegen. Die Auftragseingänge hätten den Konsens verfehlt, insbesondere in Nordamerika, heißt es dagegen von Bernstein.
Rheinmetall bauten ihre Vortagesverluste von gut 16 Prozent um weitere 3,4 Prozent aus. Der Rüstungskonzern hatte seine Prognose gesenkt. Zudem seien mit dem Wahlsieg der US-Demokraten die Friedensaussichten gestiegen, und die Rüstungsausgaben dürften weltweit gekappt werden, hieß es auf dem Frankfurter Parkett. Hensoldt verbilligten sich um 6,2 Prozent.